Tipps zum Sprachenlernen

Symbolbild: Tipps zum Sprachenlernen

Das Lernen von Sprachen besteht aus drei wesentlichen Elementen. Beachtet man diese drei Dinge, so geht’s mit dem Sprachenlernen relativ rasch voran: Erstens, man muss sich Vokabular aneignen. Zweitens, um das Vokabular richtig zu verwenden, muss man die dazugehörende Grammatik lernen. Drittens, um eine Sprache zu verinnerlichen, muss man Zeit mit der Sprache verbringen. Im nachfolgenden Beitrag werden diese drei Punkte ausgeführt. Im Folgenden findet man also konkrete Tipps und Tricks, welche das Sprachenlernen erleichtern.

1. Vokabellernen

Oft scheitern wir bei einer Unterhaltung ganz einfach an mangelndem Vokabular. Wörter mit deren Bedeutung zu lernen, das ist etwas, worauf man beim Sprachenlernen nicht verzichten kann, denn wer keine Wörter kennt, kann sich nicht ausdrücken. Es gibt dazu verschiedene Techniken, wobei jede und jeder für sich selbst herausfinden muss, welche für ihn oder sie am besten funktioniert. Es gibt Lerntypen, die schnell und ohne grosse Mühe ganze Vokabellisten auswendig lernen können, andere, die Wanderdiktate bevorzugen und wieder andere, die am besten mit ihren Sinnen lernen.

Ein Beispiel dafür ist die Visualisierung: Es kann helfen, die Wörter auf verschiedenfarbige Karteikarten zu schreiben oder farbige Stifte zu verwenden, um so beispielsweise die Wortart besser unterscheiden oder das Wort in ein Themenfeld einordnen zu können. Ein weiteres Beispiel ist, mit Vertonung zu lernen, sich also eine Melodie oder einen Rhythmus im Stil eines Raps beim Lernen auszudenken.

Ferner ist auch die Kontextualisierung ein wichtiges Stichwort beim Vokabellernen, denn dadurch erhalten die zu lernenden Wörter einen greifbaren Sinn. Wie man das macht? Zum Beispiel mit einem Mindmap: Du schreibst in der Mitte bspw. das Wort Gefühle und notierst alle Wörter, die du zu diesem Thema kennst. So kreierst du dir einen Kontext, in welchem du die gelernten Wörter benutzen kannst.

Andere Hilfen können auch Eselsbrücken oder das Auswendiglernen der Anfangsbuchstaben (bspw. der Wochentage) sein, indem man sich ein kleines Sprüchlein ausdenkt. Finde für dich heraus, welche Methode für dich gut funktioniert oder wechsle immer wieder zwischen verschiedenen Methoden ab, um das Vokabellernen ein wenig spassiger zu gestalten. Positive Emotionen helfen übrigens, dir das Gelernte zu merken! Achte also darauf, dass du in einer angenehmen und ruhigen Umgebung lernst. Behalte im Hinterkopf, dass das Vokabellernen einen wesentlichen Teil des Sprachenlernens ausmacht und dir somit helfen wird. Wer mit einer positiven Einstellung herangeht, lernt schneller und nachhaltiger!

Wichtig beim Vokabellernen ist ferner die Wiederholung und die Regelmässigkeit. Wenn du schnelle Fortschritte erzielen möchtest, solltest du jeden Tag ca. 15 min dafür aufwenden, Vokabeln zu lernen. Wiederhole dabei immer wieder die Wörter, bei denen du Mühe hast, sie dir zu merken oder die eine besonders schwierige Orthografie haben.

2. Grammatik einprägen

Dieser Punkt – von vielen verhasst – gehört einfach dazu! Um eine Sprache richtig zu verstehen und auch sich selbst verständlich zu machen, ist es wichtig, mit der Struktur der Sprache vertraut zu sein. Die Grammatik hilft dabei, sich bspw. in der Vergangenheit ausdrücken zu können, indem du die Konjugation der Vergangenheitsformen lernst.

Ohne die Grammatik könntest du dich vielleicht fürs Wesentliche verständlich machen, allerdings wäre die Kommunikation dann ziemlich eintönig und würde sich auf sehr wenige Themen begrenzen. Auch müsste dein(e) GesprächspartnerIn sehr viel mehr interpretieren, um dich zu verstehen, was wiederum das Risiko steigert, falsch verstanden zu werden. Deswegen: Grammatik büffeln!

Falls dieser Punkt eine besondere Schwierigkeit darstellt, hilft dir das breite Angebot von evulpo in den Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch weiter. In den zahlreichen Videos, Zusammenfassungen und Übungssets werden allerlei Themen übersichtlich und verständlich erklärt.

3. Zeit mit der Sprache verbringen

Dies ist der tollste Punkt am Sprachenlernen! Er ermöglicht es, den Horizont zu öffnen und eine neue Perspektive auf die Sprache und die dazugehörende Kultur zu erhalten. Das Beste, um Zeit mit einer Sprache zu verbringen und schnelle Fortschritte zu machen, ist natürlich der Sprachaufenthalt.

Da dies jedoch nicht jeder und jedem möglich ist, geben wir nun 3 Tipps, wie du auch bequem zuhause, auf einer Wanderung oder auch unterwegs im Bus, Zug oder Tram Zeit mit der Sprache verbringen kannst, die du lernen möchtest:

  1. Filme und Serien in der Fremdsprache schauen: : Beginne mit deutschem Untertitel. Wenn du schon besser bist oder dich bereits daran gewöhnt hast und das meiste schon verstehst, solltest du den Untertitel in die im Film gesprochene Sprache umschalten; so lernst du gleich die Orthografie (Rechtschreibung) mit!
  2. Radio und Podcasts in der Fremdsprache hören : Anders als beim Filmeschauen, wo du immer auch die Augen und das Bild verwendest, um den Sinn von etwas zu erschliessen, hörst du beim Radio nur mit den Ohren. Dies ist um einiges schwieriger, dafür aber auch effektiver! Natürlich kommt es auch auf den Schwierigkeitsgrad der Sendungen oder Podcasts an. Steige lieber mit etwas Einfacherem ein, z.B. eignen sich oft Kindersendungen oder Themen, die dich besonders interessieren. Erfolgserlebnisse motivieren und muntern dich dazu auf, mehr Zeit mit der Sprache zu verbringen. Das tolle am Podcast oder Radiohören ist, dass du dies auch tun kannst, während du im Bus oder Zug sitzt.
  3. Lesen! Klingt etwas altbacken, erweist sich aber doch immer noch als sehr effektiv. Bücher, Zeitungsartikel, Magazine, was auch immer dir vor die Nase fällt und dich interessiert, eignet sich dafür. Indem du dabei unbekannte Wörter nachschlägst, weitet sich dein Vokabular rasant aus. Kleiner Extratipp: So viele Wörter nachschlagen wie nur möglich, ohne den Lesefluss zu stark zu stören! Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest: Erstelle eine eigene Vokabelliste, mit den Wörtern, die du mehrmals nachschlagen musstest und lerne diese auswendig. Dass du diese mehrmals nachschlagen musstest, zeigt, dass sie häufig auftreten und somit wichtig sind. Wenn du diese Wörter dann auswendig kannst, sparst du Zeit beim weiteren Lesen und störst so den Lesefluss immer weniger. Neben der Erweiterung des persönlichen Vokabulars lernst du durchs Lesen auch die Grammatik. Indem du dich auf den Inhalt des Textes fokussierst, verinnerlichst du unbewusst die Sprachstruktur. Das Lesen umfasst also Punkt 1. Vokabellernen und Punkt 2. Grammatik einprägen dieses Beitrags!

Indem du möglichst viel Zeit mit der Sprache verbringst, die du lernen möchtest, wird die Sprache mit der Zeit immer weniger anstrengend für dich. Rasch gewöhnst du dich daran, bis du irgendwann gar nicht mehr merkst, dass du bspw. einen Film auf Französisch schaust. Du weitest dadurch nicht nur dein Vokabular aus und prägst dir die Grammatik ein, sondern du lernst auch, damit umzugehen, nicht alles oder mehr aus dem Kontext zu verstehen. Dies stellt eine wichtige Fähigkeit dar, die dir das Sprachenlernen beträchtlich erleichtert!

Bonustipp: Stelle dein Handy in die Sprache ein, die du lernen willst! Die Sprache schleicht sich so stärker in dein Unterbewusstsein und deinen Alltag ein.

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