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Wie erstellt man einen Lernplan?

Studying Schedule
Wer kennt das nicht: Die To-do-Liste wird immer länger und die Prüfungen stehen vor der Tür, und trotzdem ist man ein*e Weltmeister*in darin, wichtige Aufgaben wie das Lernen zu vermeiden und aufzuschieben. Anstatt den ganzen Tag am Schreibtisch zu verbringen, um Angelegenheiten zu regeln oder zu lernen, trifft man sich lieber mit Freund*innen oder verbringt seine Zeit auf andere Weise. Daher ist es unerlässlich, einen Lernplan zu erstellen, um nicht im Chaos zu versinken. Um Stress in der Prüfungszeit zu vermeiden, nicht unter Zeitdruck zu geraten oder während des Studiums nicht den Überblick zu verlieren, ist es sinnvoll, einen eigenen Lernplan zu erstellen. Auf diese Weise kannst Du Deine Zeit besser einteilen und zielgerichteter arbeiten.

Im folgenden Artikel siehst Du, welche Vorteile ein Lernplan hat und wie Du das Beste aus Deiner Lernzeit herausholen kannst.

Bevor Du Deinen Lernplan erstellst

Bevor Du Deinen Lernplan erstellst, solltest Du einige Dinge beachten.

Zum einen muss Dein Lernplan auf Deine persönliche Lernmethode oder -technik abgestimmt sein. Finde heraus, was Dir am besten liegt. Lernst Du lieber mit der Pomodoro-Technik oder hast Du Deinen eigenen Stil entwickelt? Je nachdem, welcher Lerntyp Du bist, kannst Du Deinen Lernplan individuell gestalten und anpassen.

Zum anderen ist es hilfreich, über Deine Lerngewohnheiten nachzudenken. Zu welcher Tageszeit bist Du am produktivsten? Bist Du in der Lage, Dich morgens nach dem Aufstehen sofort zu konzentrieren, oder bist Du eine Nachteule, die abends auf Hochtouren arbeiten kann? Wenn Du das herausgefunden hast, wirst Du wissen, zu welcher Tageszeit Du am besten die wichtigsten und schwierigsten Themen lernst, denn dann kannst Du Dich am besten konzentrieren und motivieren.

Schliesslich solltest Du Dir, bevor Du mit der Erstellung Deines Lernplans beginnst, einen Überblick über Dein Leben, Deine Fächer und Dein Lernmaterial verschaffen. Welche Termine, Fristen und Verabredungen musst Du einhalten, z. B. Schule, Arzttermine, Prüfungen, Abgaben, etc.? Organisiere Dein Leben und die Schulmaterialien und trenne Wichtiges von Unwichtigem, damit Du Prioritäten setzen und effektiv lernen kannst.

Lernplan erstellen

Du kannst entweder zahlreiche Vorlagen im Internet finden oder selbst einen Lernplan entwerfen. Der Schlüssel zur Erstellung Deines persönlichen Lernplans ist, dass Du ehrlich zu Dir selbst bist. Sei ehrlich zu Dir selbst in Bezug auf Dein Lerntempo, Deinen Fortschritt und Deine Motivation, denn nur dann kannst Du erfolgreich planen und lernen.

Die folgenden sechs Punkte zeigen Dir, wie Du bei der Erstellung eines Lernplans vorgehen solltest:
  • Trage zunächst alle wichtigen Termine und die Schule im Lehrplan ein.
  • Unterteile den Stoff in kleine Einheiten, damit Du einen besseren Überblick über den gesamten Unterrichtsstoff hast und leichter bestimmte Bereiche als erledigt abhaken kannst. Das stärkt Deine Motivation.
  • Teile Dir Deine Zeit ein. Wie viel Zeit planst Du zum Lernen ein? Wie viel Zeit benötigst Du für Pausen oder Freizeit?
  • Setze Prioritäten. Welche Themen haben Priorität, weil Du sie noch nicht ganz verstanden hast oder weil sie extrem wichtig sind?
  • Plane Zeit für Kontrolle und Wiederholung ein.
  • Plane einen Spielraum für Unvorhergesehenes ein.
  • Der Lernplan ist ein individueller Plan, der auf Deine Bedürfnisse und Dein Leben zugeschnitten ist und Dir Struktur und Sicherheit geben soll. Du kannst die Tipps und Tricks Deiner Klassenkamerad*innen übernehmen, aber sei Dir bewusst, dass jeder Mensch anders lernt und daher auch jeder Lernplan anders ist.


Gut zu wissen: Kein Lernplan ist von Anfang an perfekt. Egal, wie oft Du bereits einen Lernplan erstellt hast, der zu Beginn erstellte Lernplan wird in der Regel im Laufe der Zeit angepasst und weiterentwickelt.

Pausen und Freizeit einplanen

Um Dich zu schützen und um konzentriert und motiviert zu bleiben, sind Pausen und Freizeitaktivitäten unerlässlich. Niemand kann seine Zeit ausschliesslich mit Lernen und Arbeiten verbringen. Die Regeneration und der Ausgleich zum Lernalltag sind mindestens genauso wichtig wie das Lernen selbst, denn nur so hast Du genügend Energie und kannst sowohl fokussiert als auch motiviert weiterlernen.

  • Die kurzen Pausen dauern zwischen 5 und 10 Minuten. Während dieser Mini-Erholungsphasen ist es ratsam, aufzustehen, herumzulaufen und sogar an die frische Luft zu gehen. Das regt den Kreislauf an, das Blut wird mit frischer Luft angereichert und Du fühlst Dich energiegeladener und bereit für die nächste Lernsequenz.
  • Grosse Pausen bezeichnen ganze Blöcke, die Du Dir freihalten solltest. Du kannst sie mit Sport, Me-Time oder Deinem Sozialleben füllen. Diese längeren Pausen, die zwischen einer oder zwei Stunden und einem ganzen Tag dauern können (unter Berücksichtigung Deines Lernplans), helfen Dir, Abstand zu gewinnen, Dich zu entspannen und den Kopf frei zu bekommen. So kannst Du Deinen Lernprozess ausgeglichen und ausgeruht fortsetzen.
  • Neben den Pausen darf auch der Schlaf nicht vernachlässigt werden. Während Du schläfst, verarbeitet Dein Gehirn die Eindrücke, die Du tagsüber erlebt hast, verinnerlicht die Zusammenhänge und festigt so das Gelernte.


Tipp: Beginne einfach damit, einen Lernplan zu erstellen. Er muss nicht direkt perfekt sein, denn er kann jederzeit angepasst werden. Verschwende also keine Zeit damit, unnötig über Form und Sinn nachzudenken, sondern fange direkt an.
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